Stellungnahme der CDU Fraktion zum Wechsel von Dr. Christoph Herzog zur SPD

Völlig überrascht und enttäuscht haben die CDU Ratsmitglieder am Ende der Fraktionssitzung eine Erklärung von Dr. Christoph Herzog entgegennehmen müssen, die wohl kein Fraktionsmitglied erwartet hat.

 

Seit der Kommunalwahl gab es weder persönlichen noch politischen Streit in der CDU Fraktion. Teamarbeit stand und steht im Vordergrund, zu der jedes Fraktionsmitglied einen eigenen Beitrag leisten kann. Jedes Fraktionsmitglied hat das Recht sich mit eigenen Vorschlägen auf die Tagesordnung zur nächsten Sitzung zu melden und kann an allen Vorstandssitzungen teilnehmen. Beide Möglichkeiten hat Dr. Herzog bislang ungenutzt gelassen. Dies gilt auch für den CDU Stadtverbandsvorstand, der ebenfalls bei seinen Sitzungen seit mehreren Jahren allen CDU Mitgliedern offen steht.

 

Die Gründe für den Wechsel hat Dr. Herzog der Presse erklärt und können deshalb auch erst jetzt von uns  bewertet werden.

Es verwundert, dass Dr. Herzog vor mehreren Wochen an einem CDU Workshop teilnahm und dort selbst gute Vorschläge besonders für den sportlichen Bereich einbrachte, die ohne Ausnahme von der Fraktion angenommen wurden. Für den Sportsektor war Dr. Herzog federführend für die CDU-Fraktion tätig und deren Sprecher im Sportausschuss. Er konnte mit weiteren CDU Mitgliedern im Sportausschuss die Wünsche und Ziele selbst formulieren.

 

Anfang Mai hat Dr. Herzog an einer von der CDU organisierten 3-tägigen Bildungsveranstaltung teilgenommen, bei der einschlägige kommunale Bestimmungen vorgetragen und das persönliche Einbringen in die Kommunalpolitik vermittelt wurde. Die Schulung hat er als gut bezeichnet und eine Vertiefung vorgeschlagen.

 

Wenn wir nun auch noch der Presse entnehmen müssen, dass er seit Wochen mit Funktionären der SPD über einen Wechsel gesprochen hat, bekommt der Übertritt einen bitteren Nachgeschmack. Wer mit verständlichen Argumenten die Seiten wechselt, weil er die bisherige Politik nicht mehr vertreten kann, dem steht dieser Weg in einer Demokratie offen. Dr. Herzog hat aber noch nicht mal Andeutungen geliefert, dass die von der Fraktion gemeinsam getragene Politik für ihn nicht ausreichend oder unbefriedigend ist.

 

Wenn er auch noch das Listenmandat der Eschweiler CDU mitnimmt, um damit in und mit der SPD Politik zu machen, dann sollte er sich an seine eigene Verärgerung und völliges Unverständnis erinnern, als andere CDU Ratsmitglieder vor Jahren anderen Organisationen beitraten.

 

Trotz Enttäuschung und extremen Unverständnis danke ich Christoph im Namen der CDU Fraktion für die Jahre, in denen wir gemeinsam für die Eschweiler CDU und deren Ziele gekämpft haben. Diese werden wir auch nicht vergessen. Der Weggang von Christoph ist schmerzlich, weil wir auch mit ihm für die Zukunft gerechnet haben. Jetzt müssen und werden wir auch ohne Christoph weitermachen. Wir werden aber darauf achten, ob die der Presse mitgeteilten Gründe auch die tatsächliche Motivation für den Wechsel zur SPD war. Sprungbretter gibt es ja nur bei der SPD.

 

Für die CDU Fraktion

 

Willi Bündgens

Fraktionsvorsitzender

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