Union stellt sich hinter die Braunkohle

Vertreter der CDU-Eschweiler bei der Besichtigung des Tagebau Inden
Vertreter der CDU-Eschweiler bei der Besichtigung des Tagebau Inden

Braunkohle, Strukturwandel und Windkraft

Die CDU-Eschweiler besuchte auf Vermittlung von Wilfried Berndt, 2. stellvertretender Bürgermeister am 29.04.15 den Tagebau Inden. Bei einer Tagebaurundfahrt, die von Dr. Jürgen Riehn, Betriebsingenieur und Alois Herbst, Leiter des Liegenschafts- Bergschadens- und Umsiedlungsbereiches geleitet wurde, konnte die CDU sich ein Bild der Aktivitäten von RWE Power im Eschweiler Umfeld machen. Jährlich werden im Tagebau Inden rund 20 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert, die im Kraftwerk Weisweiler verstromt werden.

Die CDU begutachtete die verschiedenen Maßnahmen zum Umweltschutz (Lärm und Staub). Das Unternehmen legt außerdem viel Wert auf die Rekultivierung der Tagebaunachfolgelandschaft. Mit Erstaunen konnten die CDU-Ratsvertreter schon die ersten Arbeiten zur Erstellung der Seeböschung des Indesees (Restsee Tagebau Inden nach Auskohlung) erkennen.

Beeindruckt war die CDU-Fraktion beim Anblick  der vom RWE-Konzern auf  zwölf Kilometer neu gestalteten Indeauen mit neuem Indeverlauf hinter Fronhoven und Neu-Lohn. In diesen Ortsteilen wurde u.a. das Gebiet, auf welchem die neuen Windkraftanlagen geplant sind und die Aschekippe bei Fronhoven/Lohn besichtigt. Zudem machte die Gruppe am Baugebiet „Neue Höfe Dürwiß“, das die Stadt Eschweiler mit RWE erschließt, einen Zwischenstopp. 

Bei der Fahrt und im Anschluss bei der Diskussion mit den RWE-Direktoren Dr. Kulik, Herbst und Dr. Strunk, ging es den Konzernvertretern und der CDU-Fraktion um eine sinnvolle und moderate weitere Entwicklung der Braunkohlenutzung in enger Partnerschaft mit der regenerativen Energieerzeugung.

Man war sich einig, dass das Eckpunktepapier von Herrn Gabriel so nicht umgesetzt werden darf, da sehr viele Arbeitsplätze, bei RWE direkt, aber auch im hiesigen Mittelstand, in der Zulieferindustrie sowie bei energieintensiven Industrien bei der Umsetzung der Pläne insbesondere auch in Eschweiler vernichtet würden.

Da in unserer Region das „ENDE vom EBV“ bis heute nach fast 25 Jahren immer noch spürbar ist, wäre der schnelle Ausstieg aus der Braunkohle fatal. 

Es gestaltete sich  ein intensiver Gedankenaustausch, bei dem die CDU klar machte, dass sie RWE Power weiter stark in der Verantwortung des Strukturwandels und der Rekultivierung der ausgekohlten Tagebauflächen in Eschweiler sieht. Die Direktoren von RWE Power bekräftigten die Absicht, sich hier seitens ihres Unternehmens weiter stark einzusetzen.

Beim Thema Windkraft sitzen die Beteiligten mit der Bürgerinitiative im Mai wieder zusammen, einen allseits vertretbaren Konsens zu finden. Der Dialog zwischen RWE Power und der Eschweiler CDU soll weiter zum Wohle der Stadt Eschweiler, deren Bürger und den betroffenen Arbeitnehmern nachhaltig geführt werden.

Die CDU fordert – auch von den eigenen Vertretern in Land und Bund – eine Energiewende mit Augenmaß und sieht die Kohleenergie als eine der notwendigen Übergangsenergieformen nach dem Wegfall des Atomstroms. „Die Energiewende im „Hau-Ruck-Verfahren“ durchzuboxen, würde neben den Energiekonzernen auch den Eschweiler Mittelstand und den Arbeitsmarkt in starkem Maße treffen. Dies ist mit der CDU hier vor Ort nicht zu machen.“ gibt der CDU- Vorsitzende Willi Bündgens kämpferisch zu bedenken.

 

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