Axel Wirtz, MdL: Verständnis für Bürgerwillen

geplante Windkraftanlage in der Nähe von Eschweiler-Lohn
geplante Windkraftanlage in der Nähe von Eschweiler-Lohn

Der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz aus Gressenich nimmt Stellung zu den geplanten Windkraftanlagen bei Neu-Lohn.

 

Er schreibt: „Es besteht politischer Konsens darüber, dass wir insgesamt alternative Energien brauchen und hierbei die Windkraft eine wichtige Rolle spielt. Dabei ist allerdings auch immer die Abwägung im Verhältnis zu den jeweils betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu beachten.

 

In der vom Braunkohleabbau geprägten Region hat sich kaum eine Ortsgemeinschaft so gut gefunden wie Lohn-Fronhoven. Es ist über einige Jahrzehnte eine intakte Dorfgemeinschaft entstanden, die gemeinsam die mit dem Braunkohleabbau verbundenen Veränderungen getragen hat. Lohn-Fronhoven verfügt über ein intaktes Vereinsleben, der Bau der Gedächtniskapelle ist ein herausragendes Beispiel für eine aktive, mit der Vergangenheit und Tradition verbundenen und nach vorne schauenden Bevölkerung.

 

 

Nicht zu übersehen sind die Belastungen durch die L 238 n, die sehr nahe am Ortskern vorbeiführt und seit dem Bau der Tagebau-Randstraße in Richtung Autobahnanschluss Jülich-West noch viel stärker befahren wird. Auf der anderen Seite des Ortes lebt man mit dem Kraftwerk und neuerlich auch mit einer

Deponie in dieser Himmelsrichtung.

 

Deshalb meine ich, dass die Forderungen der Anwohner, die Windkraftanlagen sollten einen Abstand von 2000 Metern haben, berechtigt sind. Dies war bereits im April 2014 Thema in einer CDU-Ortsverbandsveranstaltung, und ich freue mich, dass die örtliche CDU die Forderungen der Bürgerinitiative unter-

stützt. Hierzu hat jüngst der Vorsitzende des Ortsverbandes, Franz-Josef Auer, noch das gute Beispiel aus Bayern genannt, wo die Abstände 2000 Meter betragen müssen. Die Frage, in welchen Kommunen am Ende wie viele Windkraftanlagen stehen, ist zwar landesweit geregelt, bedarf aber ohnehin der Überprüfung.

 

Ich halte es für absolut bemerkenswert, dass man sich in Lohn-Fronhoven nicht generell gegen den Bau von Windkraftanlagen wehrt, allerdings die Beeinträchtigungen minimieren möchte und sich kooperativ zeigt. Dies ist längst nicht an allen Stellen der Fall, wo es immer nur Ja oder Nein, Schwarz oder Weiß gibt. Aktuelle Beispiele dafür gibt es gerade auch in Eschweiler. Deshalb werde ich gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten die Initiative aus der Bürgerschaft Lohn-Fronhoven heraus unterstützen.“


 

(Quelle: Eschweiler Filmpost)

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Kommentare: 1
  • #1

    Maria Mund (Dienstag, 14 April 2015 23:23)

    Dabei sollten aber auch die Nachbarkommunen (in diesem Fall Alsdorf mit dem betroffenen Ortsteil Warden, evtl. auch Hoengen) die gleiche Rücksichtsnahme erhalten. Im Gegenzug darf die Stadt Eschweiler dann sicher sein, dass nicht zwischen Begau und St. Jöris (als Beispiel) eine Windkraftanlage errichtet wird. Hier sehe ich auch die Städteregion gefragt, die hier einen interkommunalen Konsens auf freiwilliger Basis anstreben sollte.