Fraktionsvorsitzender der CDU im NRW Landtag Karl-Josef Laumann in Eschweiler

Karl-Josef Laumann in Eschweiler
Karl-Josef Laumann in Eschweiler

Am Dienstag,dem 07. Juni 2011,  hatten der CDU Ortsverband Eschweiler und der CDA Stadtverband Eschweiler den Bundesvorsitzenden der CDA und Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag von Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann eingeladen, um über das Thema „Politik aus christlich-sozialer Verantwortung für Nordrhein-Westfalen“ in der Gaststätte Flatten zu referieren. Karl-Josef Laumann war von 2005-2010 Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit Juli 2010 führt er die CDU-Fraktion im Landtag.

Laumann betonte, dass die Gesamtentwicklung der deutschen Wirtschaft sich äußerst positiv entwickle und Deutschland am stärksten aus der Krise gekommen sei. Erstmals nach vielen Jahren sinke die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Des Weiteren habe das Land NRW in den ersten drei Monaten des Jahres drei Milliarden Euro an Steuern mehr eingenommen als zuvor erwartet. Und dies habe einen Grund: „Weil Arbeitgeber und -nehmer an einen Strang gezogen haben und es Zugeständnisse auf beiden Seiten gegeben hat.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag meinte: „Wir haben in der Krise gemerkt, dass Mitbestimmung und Solidarität Deutschland stark gemacht haben.“
In die Zukunft blickt Laumann besorgt: „Der demographische Wandel stellt uns in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. 14 Millionen Menschen, die heute zwischen 45 und 55 Jahre alt sind, stehen lediglich sieben Millionen Menschen zwischen 5 und 15 Jahren gegenüber. Ohne die Zuwanderung wären es sogar nur 4 Millionen junge Menschen. Die Generation, die in den nächsten zehn Jahren in Rente gehen wird, ist doppelt so groß wie die ihr folgende.“ Um den nachfolgenden Generationen keine unüberschaubaren Schuldenberge zu hinterlassen, sei es höchste Priorität für ausgeglichene Haushalte zu sorgen. „Für mich ist die Entscheidung der damaligen Großen Koalition unter Merkel und Steinmeier, ab dem Jahr 2020 keine neuen Schulden aufzunehmen und dies ins Grundgesetzt aufzunehmen, die wichtigste Entscheidung nach der Wiedervereinigung im Jahren 1990“, so Laumann. Nach seiner Meinung ist die Wahrung sozialer Standards unabdingbar.
Des Weiteren spricht sich der gelernte Maschinenschlosser eindeutig gegen einen großen Niedriglohnsektor aus. „Nicht ein niedriger Lohn sondern eine hohe Wertschöpfung ist ein Lösungsansatz. Diese wird durch eine hohe Zahl gut ausgebildeter Menschen garantiert. Deshalb müssen Schule und Bildung zentrale Themen der Landespolitik sein.“ Dies bedeutet für Laumann, für den Erhalt der gymnasialen Schulform zu kämpfen: „Die Schüler müssen auf das Studium gut vorbereitet werden. Dies kann nur das Gymnasium gewährleisten. Allerdings brauchen wir auch Schulen, die Schüler nach zehn Jahren ausbildungsfähig machen. Jedoch kann und darf die Anzahl von Abiturienten nicht das einzige Kriterium sein. Das Handwerk und der Mittelstand sind und bleiben die wirtschaftlichen Säulen der Gesellschaft.“

 Text: Horst Schmidt, Eschweler Filmpost

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Lena (Dienstag, 10 Januar 2012 20:27)

    Der Einsatz zahlt sich irgend wann aus. So ist es meistens und bei vielen Dingen.